„ZUKUNFT Schermbeck“ will Grundschulen erhalten

Veröffentlicht am 24. August 2020

Die neue Wählergemeinschaft „ZUKUNFT Schermbeck“ tritt zur Kommunalwahl in Schermbeck als parteiunabhängige Mitmachfraktion der Bürgerschaft an. Das Wählerbündnis hat jetzt sein Programm vorgestellt. Wichtigster Punkt: Erhalt der beiden bestehenden Grundschulstandorte.

„Es ist die Chance, sich frei von parteipolitischen Zwängen bei den für Schermbeck wichtigen Themen einzubringen“, erklärt der Vorsitzende Thomas Bolte. „Wir sehen uns nicht als Partei, sondern als reine Mittler zwischen Bürgern, Verwaltung und Rat. Vorbild sei die Unabhängige Schermbecker Wählergemeinschaft (USWG), die sich zur vergangenen Kommunalwahl nach 25 Jahren aufgelöst hat. „Wir sind der Überzeugung, dass eine derartige Wählergemeinschaft wieder ein Gewinn für Schermbeck sein kann“, so Bolte. „In unserer Satzung haben wir klar verankert, dass wir Links- und Rechtsradikalismus ablehnen. Mit Bundespolitik haben wir zudem nichts zu tun, es geht uns einzig und allein um lokale Schermbecker Themen.“ Deshalb sei es auch egal, ob die Mitstreiter sonst die Linken, die Grünen, die SPD, die CDU, die FDP oder andere kleinere Parteien wie die PARTEI wählten. „Es ist der Ansatz, sich frei von jeglicher Parteipolitik einzubringen.“

Alle 13 Wahlkreise generationenübergreifend besetzt

Die Wählergemeinschaft tritt in allen Wahlbezirken Schermbecks an – zum Teil mit lokal bedingten Schwerpunkten in den einzelnen Ortsteilen. „Wir machen ja keine Bundespolitik oder rücken Personen in den Vordergrund, sondern kümmern uns einzig um Schermbecker Belange“, so die stellvertretende Vorsitzende Erika Rottinghaus. Die Aufstellung der Wählergemeinschaft sei altersmäßig sehr gemischt. „Unsere Kandidaten sind zwischen 20 und 75 Jahre alt, das schafft eine gute Grundlage für einen generationsübergreifenden Austausch.“

Es treten an: Helga Loeck-Zehner (Weselerwald/Dämmerwald/Malberg), Andreas Bartoschek (Damm), Thomas M. Heiske (Bricht/Borgskamp), Erika Rottinghaus (Bösenberg/Lichtenhagen), Heinz Große-Gung (Ortskern), Helga Wessel (Schieneberg/Hoher Weg), Thomas Bolte (Rüste/Gewerbegebiet), Axel Delatowski (Üfte/Overbeck/Overhagen), Prof. Dr. Friedhelm Zehner (Marellenkämpe), Robin Lilge (Altschermbeck-Dorf), Sonja Berthold (Siegelhof/Kettelerstraße), Beate Bartoschek (Gahlen-Heisterkamp) und Hildegard Daldrup (Gahlen-Besten).

Mehr Transparenz

Die Wählergemeinschaft möchte erreichen, dass die Schermbecker bei allen größeren Projekten in der Gemeinde künftig mitreden dürfen. „Ob Grundschulen, Krematorium oder Mittelstraße – Schermbecks Entwicklung sollte in erster Linie in den Händen der Bürger liegen“, so der Vorsitzende Bolte. „Die Bürger sind nach unserer Auffassung frühzeitig und umfassend über kommunalpolitische Vorgänge zu informieren. Wir möchten eine breite Beteiligung und Meinungsbildung und völlige Transparenz, bevor Entscheidungen fallen.“ Mehr Beteiligung könne auch entscheidend zum Abbau von allgemeinem Politikfrust beitragen.

Programmschwerpunkte definiert

Einige Schwerpunkte hat sich die neue Wählergemeinschaft bereits gesetzt. Hauptthema von „ZUKUNFT Schermbeck“ war wochenlang der Ratsbürgerentscheid zum Bildungszentrum mit neuer, großer Grundschule. „Hier konnten wir die Bürger erfolgreich über die möglichen Belastungen für Schermbeck aufklären und zur Abstimmung animieren“, meint Bolte. „Das Thema Bildungszentrum ist jetzt zwar vom Tisch. 75 Prozent der Teilnehmer haben sich beim Ratsbürgerentscheid dagegen entschieden. Die wenigsten davon wissen aber, dass der Rat mit den Stimmen von CDU, SPD und den Grünen nach wie vor vorhat, eine große neue Grundschule am Standort der GGS zu bauen und damit das bestehende Grundschulsystem zu zerschlagen.“ Angesichts des deutlichen Votums beim Ratsbürgerentscheid möchte „ZUKUNFT Schermbeck“, dass der neue Rat die Bürger auch hier fair beteiligt und nicht über ihre Köpfe hinweg einen Schulneubau durchdrückt.

Schuldenfreiheit: Ziel von „ZUKUNFT Schermbeck“ ist ein zukunftsfähiges, schuldenfreies und lebenswertes Schermbeck. Die kommenden Generationen sollen keinen Schuldenberg vorfinden. Wichtig sind der Wählergemeinschaft Investitionen mit Augenmaß und Bodenständigkeit. Niedrige Grundsteuern für Eigentümer und Mieter sowie maßvolle Gewerbesteuern sind ein Standortvorteil, den die Gemeinde nicht mit unnötigen Ausgaben und Prestigeprojekten aufs Spiel setzen sollte. Zusätzliche Schulden schränkten den künftigen Spielraum zu sehr ein und belasteten dauerhaft Bürger und Geschäftsleute.

Erhalt der Grundschulen: Anders als CDU, SPD und Grüne möchte „ZUKUNFT Schermbeck“ die funktionierende Grundschullandschaft mit zwei familiären Standorten nicht zerschlagen und werthaltige Gebäude abreißen. Besonders in Zeiten von Corona sind zwei kleine Schulen besser als eine große Grundschule. Der bessere Weg als ein Abriss ist eine kostensparende Modernisierung mit Fördergeldern. Der Ratsbeschluss vom Oktober 2019, der einen Schulneubau am Standort der GGS vorsieht, ist aus Sicht von „ZUKUNFT Schermbeck“ dringend auszusetzen. Die Wählergemeinschaft setzt sich für eine Modernisierung der beiden bestehenden Grundschulstandorte mit Fördermitteln ein.

Anderer Standort für Tierkrematorium: Unverständlich findet „ZUKUNFT Schermbeck“, dass in Schermbeck immer wieder Projekte ohne Rückhalt der Bevölkerung geplant werden. Ein Beispiel sind die Pläne, inmitten eines Mischgebiets mit Wohn- und Gewerbewohneinheiten ein Tierkrematorium zu bauen. Die Wählergemeinschaft versteht die Bedenken der Anwohner und unterstütze sie dabei, sich für einen anderen Standort des Krematoriums stark zu machen – zumal es sich nicht um ein kleines Krematorium für Haustiere handelt, sondern um eine für Großtiere und Pferde. 

Kein Industriepark in Rüste: Gemeinsam haben sich Politik und Verwaltung beim Regionalverband Ruhr (RVR) dafür eingesetzt, ein in Dorsten-Holsterhausen geplantes Gewerbe- und Industriegebiet nach Rüste zu verlegen. Dagegen hat eine Bürgerinitiative aus Rüster Anwohnern bereits 2019 knapp 100 Unterschriften in Rüste gesammelt. Tenor: Die Ackerflächen zwischen Schermbeck und Dorsten sind für eine regional ausgerichtete, nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft dringend zu erhalten. Anders als die bisherige Ratsmehrheit setzt sich „ZUKUNFT Schermbeck“ dafür ein, die Landwirtschaftsflächen in Rüste nicht für ein Industriegebiet einzuplanen.

Reaktivierung der Polizeiwache: Ziel von „ZUKUNFT Schermbeck“ ist es, ein lebenswertes Schermbeck als sicheren und attraktiven Wohn- und Lebensraum für Familien und Menschen aller Altersgruppen zu bewahren. Für mehr Sicherheit und schnelle Hilfe im Notfall setzt sich die Wählergemeinschaft dafür ein, die Polizeiwache im Ortskern wieder zu besetzen.  

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