„ZUKUNFT Schermbeck“ stellt Kandidaten und Schwerpunkte vor

Veröffentlicht am 18. August 2020

Die neue Wählergemeinschaft „ZUKUNFT Schermbeck“ tritt zur Kommunalwahl in Schermbeck als parteiunabhängige Mitmachfraktion der Bürgerschaft an. Das Wählerbündnis möchte die Bürger bei allen wichtigen Entscheidungs- und Abwägungsprozessen umfassend informieren und fair beteiligen.

„Es ist die Chance, sich frei von parteipolitischen Zwängen bei den für Schermbeck wichtigen Themen einzubringen“, erklärt der Vorsitzende Thomas Bolte. „Wir sehen uns nicht als Partei, sondern als reine Mittler zwischen den Wünschen und Interessen der Bürger, der Verwaltung und dem Rat. Vorbild sei die Unabhängige Schermbecker Wählergemeinschaft (USWG), die sich zur vergangenen Kommunalwahl nach 25 Jahren aufgelöst habe. „Wir sind der Überzeugung, dass eine derartige Wählergemeinschaft wieder ein Gewinn für Schermbeck sein kann“, so Bolte

Alle 13 Wahlkreise generationenübergreifend besetzt

Die Wählergemeinschaft tritt in allen Wahlbezirken Schermbecks an – zum Teil mit lokal bedingten Schwerpunkten für die einzelnen Ortsteile. „Wir machen ja keine Bundespolitik oder rücken Personen in den Vordergrund, sondern kümmern uns einzig um Schermbecker Themen“, so die stellvertretende Vorsitzende Erika Rottinghaus. Die Aufstellung der Wählergemeinschaft sei altersmäßig sehr gemischt. „Unsere Kandidaten sind zwischen 20 und 75 Jahre alt, das schafft eine gute Grundlage für einen generationsübergreifenden Austausch.“

Es treten am 13. September an:

  1. Helga Loeck-Zehner (Weselerwald/Dämmerwald/Malberg)
  2. Andreas Bartoschek (Damm)
  3. Thomas M. Heiske (Bricht/Borgskamp)
  4. Erika Rottinghaus (Bösenberg/Lichtenhagen)
  5. Heinz Große-Gung (Ortskern)
  6. Helga Wessel (Schieneberg/Hoher Weg)
  7. Thomas Bolte (Rüste/Gewerbegebiet)
  8. Axel Delatowski (Üfte/Overbeck/Overhagen)
  9. Prof. Dr. Friedhelm Zehner (Marellenkämpe)
  10. Robin Lilge (Altschermbeck-Dorf)
  11. Sonja Berthold (Siegelhof/Kettelerstraße)
  12. Beate Bartoschek (Gahlen-Heisterkamp)
  13. Hildegard Daldrup (Gahlen-Besten)

Mehr Transparenz

Die Wählergemeinschaft möchte erreichen, dass die Schermbecker bei allen größeren Projekten in der Gemeinde künftig mitreden dürfen. „Ob Grundschulen, Krematorium oder Mittelstraße – Schermbecks Entwicklung sollte in erster Linie in den Händen der Bürger liegen“, so der Vorsitzende Bolte. „Die Bürger sind nach unserer Auffassung frühzeitig und umfassend über kommunalpolitische Vorgänge zu informieren. Wir möchten eine breite Beteiligung und Meinungsbildung und völlige Transparenz, bevor Entscheidungen fallen.“ Mehr Beteiligung könne auch entscheidend zum Abbau von allgemeinem Politikfrust beitragen.

Programmschwerpunkte

Einige Schwerpunkte hat sich die neue Wählergemeinschaft bereits gesetzt. Hauptthema von „ZUKUNFT Schermbeck“ war wochenlang der Ratsbürgerentscheid zum Bildungszentrum. „Hier konnten wir die Bürger erfolgreich über die möglichen Belastungen für Schermbeck aufklären und zur Abstimmung animieren“, meint Bolte. Das Thema Gemeindefinanzen nehme daher auch eine wichtige Stellung im Wahlprogramm ein.

Schuldenfreiheit: Ziel von „ZUKUNFT Schermbeck“ ist ein zukunftsfähiges, schuldenfreies und lebenswertes Schermbeck. Die kommenden Generationen sollen keinen Schuldenberg vorfinden. Wichtig sind der Wählergemeinschaft Investitionen mit Augenmaß und Bodenständigkeit. Niedrige Grundsteuern für Eigentümer und Mieter sowie maßvolle Gewerbesteuern seien ein Standortvorteil, den die Gemeinde nicht mit unnötigen Ausgaben und Prestigeprojekten aufs Spiel setzen sollte. Zusätzliche Schulden schränkten den künftigen Spielraum zu sehr ein und belasteten dauerhaft Bürger und Geschäftsleute.

Erhalt der Grundschulen: Anders als CDU, SPD und Grüne möchte „ZUKUNFT Schermbeck“ die funktionierende Grundschullandschaft mit zwei familiären Standorten nicht zerschlagen und werthaltige Gebäude abreißen. Besonders in Zeiten von Corona seien zwei kleine Schulen besser als eine große Grundschule. Der bessere Weg als ein Abriss sei eine kostensparende Modernisierung mit Fördergeldern.

Anderer Standort für Tierkrematorium: Unverständlich findet „ZUKUNFT Schermbeck“, dass in Schermbeck immer wieder Projekte ohne Rückhalt der Bevölkerung geplant würden. Ein Beispiel seien die Pläne, inmitten eines Mischgebiets mit Wohn- und Gewerbewohneinheiten ein Tierkrematorium zu bauen. Die Wählergemeinschaft verstehe die Bedenken der Anwohner und unterstütze sie dabei, sich für einen anderen Standort des Krematoriums stark zu machen.

Kein Industriepark in Rüste: Gemeinsam haben sich Politik und Verwaltung beim Regionalverband Ruhr (RVR) dafür eingesetzt, ein in Dorsten-Holsterhausen geplantes Gewerbe- und Industriegebiet nach Rüste zu verlegen. Dagegen hat eine Bürgerinitiative um den Wählerbündnis-Vorsitzenden Thomas Bolte bereits 2019 knapp 100 Unterschriften in Rüste gesammelt. Tenor: Die Ackerflächen zwischen Schermbeck und Dorsten seien für eine regional ausgerichtete, nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft dringend zu erhalten.

Reaktivierung der Polizeiwache: Ziel von „ZUKUNFT Schermbeck“ sei es, ein lebenswertes Schermbeck als sicheren und attraktiven Wohn- und Lebensraum für Familien und Menschen aller Altersgruppen zu bewahren. Für mehr Sicherheit und schnelle Hilfe im Notfall setzt sich die Wählergemeinschaft dafür ein, die Polizeiwache im Ortskern wieder zu besetzen.

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